Christiane Winz-Völkert

Ich bin sowohl Malerin als auch Textilkünstlerin. Ich male auf Leinwand und Papier mit Aquarell-, Öl- und Gouache-Farben. Bei meiner Textilkunst arbeite ich sowohl mit textilem als auch nichttextilem Material – wie zum Beispiel mit Papier und gebrauchten Teebeuteln. So entstehen experimentelle und intuitive künstlerische Bilder und dreidimensionale Objekte.

Inspirationen dazu bekam ich schon während meines Studiums der Textilgestaltung an der Uni Münster und meiner Lehrtätigkeit dort. Außerdem besuchte ich fünf Jahre die Kunstschule Farbraum in Dortmund und erweiterte dort unter anderem meine Kenntnisse in Kunstgeschichte und Farbenlehre. Dort malte ich ausschließlich mit der wasserlöslichen Farbe Gouache und experimentierte mit Papiercollagen.

In vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Münster, Dortmund, Dresden, Karlsruhe, Herne und Berlin konnte ich meine Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Malerei und Textilkunst der Öffentlichkeit zeigen. Seit einigen Jahren bin ich Mitglied der Online-Textilkunstgruppe „Alküns – textilkunstalternativ“, in der ein reger künstlerischer Austausch stattfindet. Ein- bis zweimal im Jahr stellen wir unsere Arbeiten – unter jährlich wechselnden Themen - an verschiedenen Orten in Deutschland aus. Ich habe im Süden von Münster die Atelierwerkstatt „Findefaden“, wo sowohl gemalt, genäht und experimentiert werden kann und wo meine Arbeiten entstehen.

Immer wieder vereine ich in den letzten Jahren die beiden Techniken Malerei und das Textile in meinen Arbeiten. Zum Beispiel spanne ich Fäden über eine bemalte Leinwand („Winter?“) oder besticke sie direkt mit dem Knötchen- und Spannstich („Kleine Landschaften“, „Bunte runde Beete“, „3x Mensch“, „How dare you!“). So werden Bildelemente herausgehoben oder mit einem gestickten Kreis verfremdet. Auch integriere ich in letzter Zeit kleine Spitzendeckchen in meine Arbeiten als rundes durchbrochenes Element und stelle durch Sticktechniken Verbindungen zum Malerischen her.

Mein Tun beschäftigt sich oft mit persönlichen Erfahrungen. Beispiele:

  1. die Arbeit „Den Weg Gehen“, ein fast fünf Meter langes Band aus Stoff, Teebeuteln und vielen textilen und nichttextilen Collageteilen, das Bezug nimmt auf meine Wanderungen,
  2. die textile Interpretation des Gedichts „Senna Hoy“ von Else Lasker-Schüler, das die positive Kraft und Wirkung von Stimme und Worten zum Thema hat,
  3. die Arbeit „Verrückt nach Leben. Das mit der Freude und den Farben“, auf der sehr vieles was mich stärkt und mir Freude macht versammelt ist.

Einige textile Arbeiten habe ich bei Ausschreibungen eingereicht. Beispiele:

  1. „Zeit Wachsam Zu Sein“ für die Osnabrücker Messe „Nadel und Faden“ 2018. In dieser Arbeit habe ich mich von Stilelementen des Malers Paul Klee inspirieren lassen und deute auf den Rechtsruck in unserer Gesellschaft hin,
  2. „Our Roots Belong to the Same Colourful Garden“. Eine Arbeit, die für die Deutsch-Afghanische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit einer afghanischen Stickerin entstanden ist und mit allen anderen eingereichten Arbeiten in dem Buch von Pascale Goldenberg „Gardens Around the World“ im Maro-Verlag veröffentlich wurde.

Die künstlerische Betätigung ist für mich ein wichtiges Lebenselixier und meine Arbeiten auszustellen bedeutet für mich auch immer wieder im Austausch mit interessierten Menschen zu sein und Textilkunst bekannter zu machen!

Unterschrift CWV Christiane Winz-Völkert